Sicherheit

Hausnotruf: Sicherheit auf Knopfdruck

Ein Hausnotruf besteht aus einer Basisstation in der Wohnung und einem Sender, den man als Armband oder Kette trägt. Ein Druck genügt, und die Notrufzentrale meldet sich – rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche.

5 Minuten LesezeitAktualisiert am 01. August 2026

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Senior trägt einen Hausnotruf-Sender am Handgelenk in seiner Wohnung

So läuft ein Notruf ab

Nach dem Knopfdruck baut die Basisstation eine Sprechverbindung zur Zentrale auf. Die Mitarbeitenden dort sehen Ihr Profil mit Vorerkrankungen, Medikamenten und Notfallkontakten und sprechen mit Ihnen über die Freisprechanlage.

Je nach Lage werden Angehörige informiert, ein Bereitschaftsdienst geschickt oder direkt der Rettungsdienst alarmiert. Wenn niemand antwortet, wird immer von einem Notfall ausgegangen und Hilfe geschickt.

Welche Pakete es gibt

Das Basispaket umfasst Gerät, Funksender und die Rufbereitschaft der Zentrale. Beim Komfortpaket kommt ein hinterlegter Wohnungsschlüssel hinzu, damit Helfende ohne Aufbrechen der Tür in die Wohnung kommen.

Ergänzend gibt es Sturzsensoren, die einen Sturz automatisch melden, sowie mobile Geräte mit GPS für unterwegs. Wer viel draußen unterwegs ist, fährt mit einer mobilen Lösung oft besser.

  • Basis: Gerät + Notruftaste + 24-Stunden-Zentrale
  • Komfort: zusätzlich Schlüsselhinterlegung
  • Sturzsensor: automatischer Alarm bei Sturz
  • Mobil: GPS-Notruf für unterwegs

Kosten und Zuschuss

Ein Basisanschluss kostet meist rund 25 bis 30 Euro im Monat, dazu kommt oft eine einmalige Anschlussgebühr. Zusatzleistungen wie Schlüsselhinterlegung oder Sturzsensor kosten je nach Anbieter zwischen 5 und 20 Euro monatlich extra.

Ab Pflegegrad 1 übernimmt die Pflegekasse bis zu 25,50 Euro pro Monat als Hilfsmittel, wenn Sie überwiegend allein leben und im Notfall nicht selbst Hilfe holen könnten. Das Basispaket ist damit häufig fast vollständig abgedeckt.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Prüfen Sie, ob die Notrufzentrale rund um die Uhr mit eigenem Personal besetzt ist und wie schnell reagiert wird. Sinnvoll sind außerdem monatliche Kündbarkeit und eine Ersatzgerätestellung bei Defekt.

Testen Sie das Gerät nach der Installation gemeinsam mit einem Angehörigen – und wiederholen Sie den Testruf etwa alle drei Monate.

  • Reichweite des Senders in der gesamten Wohnung prüfen
  • Funktioniert das Gerät bei Stromausfall (Akku-Puffer)?
  • Wird eine feste Vertragslaufzeit verlangt?
  • Ist die Abrechnung direkt mit der Pflegekasse möglich?

Häufige Fragen zu diesem Thema

Wer bekommt den Zuschuss für den Hausnotruf?

Ab Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse bis zu 25,50 Euro monatlich, wenn Sie überwiegend allein leben und in einer Notlage nicht selbst Hilfe rufen könnten.

Funktioniert ein Hausnotruf ohne Festnetzanschluss?

Ja. Moderne Geräte arbeiten über Mobilfunk und benötigen nur eine Steckdose.

Was passiert bei einem Fehlalarm?

Ein Fehlalarm ist unproblematisch. Sagen Sie der Zentrale einfach, dass alles in Ordnung ist – zusätzliche Kosten entstehen dadurch nicht.

Muss ich einen Schlüssel hinterlegen?

Pflicht ist es nicht, aber sehr sinnvoll. Sonst muss im Ernstfall die Tür geöffnet werden, was Zeit kostet und Schäden verursachen kann.

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